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Um zu verstehen, warum Vasco der absolute Herzhund meiner Tochter Julia und mir ist, bedarf es einer Geschichte.

Es ist die Geschichte von Jule und Vasco, die beginnend mit dem tragischen Tod unserer kleinen, tapferen Maxi (Dackeldame) ihren Anfang nahm.
Wir nahmen unsere Maxi mit nach Hause, um sie in unserem Garten zu beerdigen, in unmittelbarer Nähe unserer Feuerschüssel, um die wir immer beim Lagerfeuer sitzen und die Maxi so liebte.
Wir alle waren fassungslos und traurig und weinten alle Tränen dieser Welt, aber keiner hat so sehr gelitten wie Julia – seit Julia 5 Jahre alt war, zählte die damals 11 Wochen alte Maxi zu unserer Familie...
Bisher habe ich schreiend zusammenbrechende trauernde Frauen nur in Nachrichten oder Filmen gesehen – dies bei meiner 16-jährigen Tochter erleben zu müssen hat mir fast das Herz zerrissen und der bloße Gedanke daran lässt die Geschichte immer wieder aufbrechen.
Wie gesagt – Julia litt: kein Lächeln, keine Fröhlichkeit mehr in ihren so wunderschönen Augen, nur unendliche Leere...

Wir überlegten hin und her – „Sollte es einen neuen Hund geben?“ war nicht die Frage, die wir uns stellten, sondern „Wann sollte es einen neuen Hund geben?“ und „Welche Rasse sollte es sein?“ Wir bezogen unsere 3 noch zu Hause wohnenden Kids in diese Überlegungen mit ein und ganz langsam fand der Glanz den Weg in Julias Augen zurück.

Ein Bekannter hatte damals schon einen schwarzen Labbi und der kam uns plötzlich ganz oft besuchen und so schossen wir Frauen uns auf einen schwarzen Labrador-Rüden ein. Es gab nur ein Problem – mein Mann war gegen diese Rasse, weil „die“ soviel Haarausfall haben. War uns egal, wir bombardierten ihn bei jeder Gelegenheit damit, welche Vorteile so’n großer Hund hätte usw.usf.

Am 29.12.2004 hat er dann aufgegeben und gesagt: „Macht doch was ihr wollt!“ – na und so was sgt man einfach nicht zu Frauen, die sich einen Labrador in den Kopf gesetzt haben.

Am nächsten Tag sind wir dann (der Bekannte und ich) hingefahren, „um nur mal zu gucken“ – mit Julia im Schlepptau. Das war mein Untergang, denn insgeheim wusste ich, dass wir, wenn Julia mitkommt, nicht ohne Hund nach Hause kommen würden. Aber sie strahlte – und das war mir der Streß mit meinem Mann (weil wir ja nur mal schauen wollten) wert.

Ja, so kam es, dass unser Vasco am 30.12.2004 bei uns einzog, für ganz viel Ärger im Familienleben aber für noch viel mehr Balsam auf der Seele meiner Julia sorgte.

Und als Julia im Oktober 2007 ihrem Freund in die Schweiz folgte, stand für sie fest: "nicht ohne meinen Vasco". Nachdem alle Voraussetzungen geschaffen waren, konnte Julia im Februar 2008 ihren/unseren Liebling in der Schweiz in ihre Arme schließen.

Es ist das Beste, was ihm passieren konnte. Denn seine bedingungslose Liebe wird ihm durch sein Frauchen 100% zurückgegeben.